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Wie du mit einem Bullet-Journal deinen Tag besser strukturierst

Von Marlene Borchardt.

Wenn man einen neuen Job anfängt, stellen sich automatisch Fragen: Wie strukturiert man seine Arbeit eigentlich richtig? Wie merkt man sich alles Wichtige, und wo soll man es notieren?

Besonders fiel mir das auf, als ich im April von meinem Job als Redakteurin bei bento zum HHLab wechselte.

Als Redakteurin habe ich mir eine Routine erarbeitet: Newsüberblick verschaffen, Themen sondieren, diese im Team besprechen, schreiben, trotzdem die Lage im Blick behalten, den fertigen Artikel an den CVD geben und online stellen. Ist das eine Thema abgehakt, beginnt das Spiel wieder von vorne – Newsüberblick verschaffen, usw. (mal ganz vereinfacht dargestellt).

Nun aber sieht mein Job ganz anders aus: Ich muss vorrangig konzeptionell arbeiten und sitze an vielen längeren Projekten, oder Strängen wie wir sie nennen, (warum erklärt mein Chef Joachim hier).

Dazu kam, dass ich täglich so viel Neues lernte: Methoden, Insights über das für mich damals neue Unternehmen, Workshop-Konzipierung und natürlich weitere, eigene Projekte. Den Überblick über alles zu behalten…gar nicht so einfach. Bis mein Kollege Philipp mir einen Tipp gegeben hat:

Schreib doch einfach ein Bullet-Journal

Kollege Philipp

Einfach ein Bullet- was? Ja, was ist das eigentlich, ein Bullet-Journal?

Im Endeffekt ist es eine Art Notizbuch. Ob man sich nun ein fertiges von Marken wie „Leuchtturm“ oder „Moleskine“ kauft, oder einfach ein gebundenes Buch, das einem gefällt ist dabei eigentlich egal.

Weil das Konzept des Bullet-Journaling erstmal kompliziert klingt (es aber nicht ist), habe ich eines mit Inhaltsverzeichnis und Erklärungen zum Bullet-Journaling gekauft.

Mittlerweile nutze ich das Buch schon seit einem halben Jahr und kann es nur Jedem empfehlen, der sich nach etwas Struktur sehnt.

Wie man ein Bullet-Journal schreibt:

First things first: Lass uns mit den Basics anfangen, die Bücher haben ein Inhaltsverzeichnis, damit man all seine schlauen Gedanken auch wiederfindet, das Inhaltsverzeichnis nutzt aber nichts, wenn ihr es nicht benutzt: Learn it the hard way. (Wenn dein Büchlein keines hat, lege selbst eines an, du brauchst etwa 4 Seiten dafür).

Das sieht zum Beispiel so aus:

Date it, till you make it. Jeden Tag schreibe ich das Datum des Tages in mein Büchlein und die Aufgaben, die ich mir an diesem Tag vorgenommen habe, zu erledigen. Das gibt mir Struktur für den Tag und es ist super befriedigend, die To-Dos abzuhaken, aber auch wenn das mal nicht klappt: Abhaken, die Aufgabe wird dann eben am nächsten Tag erledigt. Hierzu gibt es verschiedene Symbole, die dir dabei helfen, den Überblick zu behalten.

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If you’re one of those people that gets weak in the knees looking at beautiful bullet journal spreads, please go follow @abulletandsomelines. Seriously! Every image is as exquisite as this #bulletjournalindexpage ・・・ My Index is slowly (or quickly?) filling up. I love love love to have my index this way. As all the pages are written out I sometimes use a pencil for planning when I set up a new month, writing out which pages go where. It also allows me to leave a blank page when I’m unsure if I need two pages for something. If I end up using it for something else later on, I can still write it down in the index. Or I just put a quote/pattern there. And I highlight where each month starts. That covers pretty much everything about my index. . . . #bulletjournalchallenge #bulletjournaljunkies #bulletjournallove #bulletjournalcommunity #bulletjournal #plannersgonewild #leuchtturm1917 #planner #journal #artjournal #pgw #journaling #teachersofig #teachersfollowteachers #momtribe #study #studyblr #studyspo #bujo #bujolove #bujojunkies #handlettering #showmeyourplanner #bujoinspire #zenofplanning #immtribe #bohoberrytribe

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Ich persönlich nutze nur wenige, weil das für mich leichter ist.

Andere haben auch noch Zeichen für Urlaub (Yay!):

Plane im Voraus! Auf den ersten Seiten kannst du dir das Jahr aufteilen, nach Monaten. Hier kann man kommende Konferenzen, Geburtstage oder Dienstreisen eintragen.

Notiere. Alles. Immer! Informationen über Meetings, oder das Unternehmen oder schlaue Gedanken aus einem Gespräch mit einem Kollegen. Und denke hierbei an Punkt 2!

Kein Druck: Bullet-Journals können richtige kleine Kunstwerke sein und wenn du Lust hast und begabt bist: Leg‘ los! Meins ist eher ein strukturiertes Gekritzel. Und das reicht mir auch. Generell gilt: Halte es simpel!

So schön muss es nicht sein, aber hey, wenn du magst: Add some Glitter to it.

Estee Janssens/Unsplash.com

Take care: Kümmere dich jeden Tag um dein Journal, verschaffe dir morgens einen Überblick über deine Aufgaben, und zieh‘ es durch.

Klar: Ein Büchlein und Bleistift klingen erstmal nicht mal sehr innovativ. Aber: Innovation kann eben auch etwas sein, dass man vorher nicht getan hat. Und diese hier verschafft mir einen Überblick, und gibt mir den Raum und vor allem die Zeit mich um die wirklich wichtigen Aufgaben zu kümmern.

Und das fühlt sich ziemlich gut an.

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