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Warum wir tun, was wir tun. Wie wir es tun. Und was wir tun

Von Joachim Dreykluft.

Warum?

Eine demokratische Gesellschaft braucht die Teilnahme möglichst Vieler am offenen Diskurs. Dies zu fördern ist unser Auftrag als demokratische freie unabhängige Presse.

Diese zwei Sätze sind der Kern und die Basis dessen, was wir im HHLab tun.

Wir kommen aus einem traditionellen Zeitungshaus. Unser sehr gut funktionierendes Kerngeschäft besteht darin, regionale Abonnements-Tageszeitungen zu produzieren und zu verkaufen. Damit tragen wir schon seit Jahrzehnten, teilweise seit Jahrhunderten, zum gesellschaftlichen Diskurs bei.

Wir wissen, dass wir so nur einen Teil der Gesellschaft erreichen. Dieser Teil wird tendenziell kleiner. Nicht, weil sich die gedruckte Tageszeitung in einer „Krise“ befindet. Tut sie nicht. Aber wir wissen, dass wir zur Erfüllung unseres Auftrags mehr und andere Menschen erreichen müssen, als wir es jetzt tun und in Zukunft tun werden.

Wie?

Wir forschen.

Das ist Methodenforschung. Mit welchen bestehenden Methoden können wir unseren Auftrag erfüllen? Gibt es Lehrbuch-Methoden, die wir verwenden können oder adaptieren müssen? Müssen wir Methoden mischen? Oder neu erfinden?

Design Thinking ist aus unserer Sicht ein guter Ansatz. Oder das Bauen von Minimum Viable Products, wie Eric Ries es in „Lean Startup“ beschreibt. Wir wollen unterscheiden können zwischen nachhaltigen und disruptiven Entwicklungen, wie sie Clayton Christensen erforscht hat. Wir hoffen zu lernen, zwischen komplizierten und komplexen Problemen unterscheiden zu können. Und zwischen linearen und iterativen Lösungsansätzen.

Nutzer- und Nutzungsforschung ist ein weiteres zentrales Element des HHLab. Wir wollen wissen, wie und warum Menschen Medien nutzen. Und auf welchen Ansichten und Werten diese Nutzung beruht.

Wir reden deshalb ganz viel mit ganz unterschiedlichen Menschen auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Als kurze Straßenbefragung. Als strukturiertes Leitfadeninterview. In Workshops. Und wir beobachten echtes Nutzungsverhalten in schon bestehenden Anwendungen von NOZ und mh:n, wie etwa unseren Websites und Apps.

Und daraus lernen wir. Jeden Tag.

Wir entwickeln!

Aus den Insights folgt die Idee. Nicht umgekehrt. Die Ideen priorisieren wir. Ab einem bestimmten Schwellenwert entwickeln wir. Zunächst ganz klein, als Mockup. Damit wir uns unsere Idee besser vorstellen können. Dann als kleinen Prototypen. An diesem Punkt mögen wir den Satz „The shittier the better“. Jetzt geht es noch nicht darum, etwas Perfektes bauen zu können, sondern etwas, das das Prinzip unserer Idee ausdrückt und testbar ist.

Irgendwann wird der Prototyp größer. Und wir investieren mehr Zeit und Geld. Ob wir das tun, basiert immer auf Kennzahlen. Unsere Meinung, unser Bauchgefühl, ist wichtig. Nur gemeinsam mit harten Zahlen erhalten wir eine tragfähige Entscheidungsgrundlage.

Was?

Derzeit bearbeiten wir ein knappes Dutzend Stränge. Wir sprechen lieber von „Strängen“, nicht von Projekten. Ein Projekt hat ein definiertes Ende. Bei dem meisten, was wir tun, wissen wir heute gar nicht, wann und wie es endet. Das meiste wohl im Papierkorb. Aber einiges auch auf dem Markt.  Eine Übersicht dessen, was wir gerade tun, findet sich hier.

Wir bieten außerdem Schulungen, Seminare und Workshops an. Die meisten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Unternehmensgruppe NOZ Medien und mh:n Medien (aktuelle Termine im Intranet), gelegentlich auch für Externe. Hier vermitteln wir Know-how, Lösungskompetenz und Mindset. Wir sind so ein aktiver Teil der Veränderungsprozesse im Unternehmen.

Und auch darüber hinaus in der Branche. Deshalb reden wir gerne und oft auf Veranstaltungen und Kongressen, etwa von BDZV, Vocer, Next Media Hamburg, Akademie für Publizistik etc.. Wir tun dies nicht mit dem Anspruch, Beispiel für andere sein zu wollen. Wir freuen uns aber, wenn wir die Branchendiskussion mit unserem Warum, Wie und Was beleben.

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