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Im Jahr 2016 haben sich zwei gestandene regionale Medienhäuser zusammen getan: NOZ Medien hat mh:n Medien gekauft – zum neuen Unternehmen gehören norddeutsche Traditionstitel wie die Neue Osnabrücker Zeitung, das Flensburger Tageblatt und die Schweriner Volkszeitung.

Allerdings sind Teile des Geschäftsmodells traditioneller Medienhäuser am Ende ihres Lebenszyklus angekommen – die Tageszeitung zum Beispiel. Gleichzeitig werden wir mit immer komplexeren Problemen konfrontiert, die vor allem mit dem digitalen Wandel, einer Diversifizierung von Zielgruppen und der Tatsache zu tun haben, dass immer weniger (vor allem junge) Menschen sich mit einer Medienmarke verbunden fühlen. Dazu kommt die drängende Frage nach einem tragfähigen Bezahlmodell für Medieninhalte im digitalen Zeitalter.

Wir lieben Probleme

Hier setzt das HHLab an, erkundet Probleme und findet Lösungen. Neben der Redaktion Forschung und Entwicklung wurden am Standort Hamburg auch ein Business Development und eine digitale Zentralredaktion aufgebaut, mit denen wir zusammenarbeiten.

Wir lieben Probleme. Das HHLab erforscht Mediennutzung und entwickelt Prototypen und MVPs. Zu unserer Forschung gehört etwa die Entwicklung von Personas. In unseren Entwicklungssträngen experimentieren wir außerdem zum Beispiel mit Machine Learning, IoT und partizipativem Storytelling; fragen uns aber auch, wie wir offline mit den Menschen im Norden in Kontakt kommen können. Inkrementelle und disruptive Innovation – bei uns hat beides Platz.

Vorleben eines Growth Mindsets

Wir tragen unsere Expertise und unsere Begeisterung für den digitalen Wandel in das gesamte Unternehmen: Wir sind Entwicklerinnen neuer Produkte und Ansprechpartner für Storytelling-Projekte in den Redaktionen. Außerdem haben in diesem ersten Jahr unseres Bestehens rund 50 Kolleginnen und Kollegen an unseren Workshops zu Themen wie Design Thinking, Instagram für Redaktionen, YouTube und News-Verifikation teilgenommen. Dabei geht es uns nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern um gemeinsames Lernen und das Vorleben eines Growth Mindsets. Wir machen Lust auf Neues und Mut für die Zukunft.

Da uns ein externes Netzwerk wichtig ist, halten wir engen Kontakt zu Universitäten und der Fachöffentlichkeit, teilen und gewinnen Erkenntnisse bei Konferenzen, Hackathons, Meetups, in persönlichen Gesprächen und gemeinsamen Workshops.

Gemeinsam Journalismus weiterentwickeln

Unsere Ideen werden indirekt und direkt auch unseren Redaktionen an den insgesamt 43 Standorten helfen. Wir wollen unser Wissen weitergeben und mit ihnen gemeinsam Journalismus weiterentwickeln.

Aber auch alle anderen Bereiche profitieren vom HHLab: In multidisziplinären Design-Thinking-Workshops kommen zum Beispiel Menschen aus unterschiedlichen Abteilungen und regionalen Standorten in Hamburg zusammen. So arbeitet die Grafikerin aus Schleswig-Holstein mit dem Sales Manager aus Niedersachsen und dem Redaktionsleiter aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Sie entwickeln nicht nur neue Ideen, sondern auch ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen eines modernen Medienunternehmens, für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ihrer Arbeit.

Vorbild für die Medienbranche

Das HHLab ist vor allem für die Medienbranche ein Vorbild und dokumentiert den Willen zur grundlegenden Veränderung. Hier sind es die regionalen Player, die von unserer Herangehensweise lernen können, weil sie vor ähnlichen Problemen stehen wie wir.

Im HHLab verbinden wir Neugier, die Freude am Experiment und agile Methoden mit Nachhaltigkeit und einer gesellschaftlichen Mission. Für den Journalismus der Zukunft.