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Mein erster Hackathon

Normalerweise arbeite ich als Frontend-Entwicklerin im HHLab und bin für die Gestaltung und Umsetzung von Webseiten verantwortlich. Im April habe ich an meinem ersten Hackathon teilgenommen und gleich eine eigene Idee eingebracht. Drei Tage ging es um das Motto: “News find me – Junge Nutzer begeistern und (ver-) binden”. Es war für mich sehr spannend zu sehen, wie sich diese erste Idee während der Veranstaltung weiterentwickelt hat, und wie dann daraus letztendlich unsere Schlusspräsentation entstanden ist.

Meine Idee war: „Nachrichtenartikel automatisiert umwandeln: herkömmliche, lange Artikel automatisiert für eine junge Zielgruppe anpassen und ausgeben.“

Aber es war eine Idee unter vielen. Unsere Büroräume im Ottensen Open waren voll mit den über 90 Teilnehmern und Veranstaltern aus der Hamburg Media School, vom NDR, N-Joy, dem Next Media Accelerator, NOZ MEDIEN und mh:n MEDIEN.

Ein Hackathon (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“) ist eine kollaborative Soft- und Hardwareentwicklungs­veranstaltung. Ziel eines Hackathons ist es, innerhalb der Dauer dieser Veranstaltung gemeinsam nützliche, kreative oder unterhaltsame Softwareprodukte herzustellen oder, allgemeiner, Lösungen für gegebene Probleme zu finden. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hackathon

In nur einer Minute musste ich den Teilnehmern meine Idee erklären und sie überzeugen in mein Team zu kommen: Wie an einem Marktstand stand ich da und pries meine Idee an.
Und es hat sich gelohnt: Vier Teilnehmer konnte ich überzeugen, das Projekt konnte gestartet werden.

Um die Idee so gut wie möglich zu schärfen, saßen wir bis in den späten Abend zusammen. Trotzdem schlief ich richtig schlecht in der Nacht. In meinem Kopf kreisten viele Fragen: Die Ideen waren zwar sehr einleuchtend, aber wie soll man das denn umsetzen? Wie viel kann man denn automatisieren? Kann man die Zielgruppe „junge Menschen“ so fassen, dass man sie automatisiert ansprechen kann? Vermutlich macht es Sinn, die Zielgruppe mehr einzugrenzen. Aber wie? In der Gruppe gab es den Wunsch, die Sprache der Nachrichtenartikel anzupassen. Geht das überhaupt?

Am nächsten Tag sprachen wir mit Experten vor Ort, sie konnten mir meine Fragen beantworten. Der Experte für Künstliche Intelligenz sagte die Umwandlung von Sprache in Jugendsprache sei gar nicht so schwierig. Die Millenial-Expertin riet uns trotzdem davon ab: Sie meinte, es sei besser, mit einer seriösen Sprache deutlich zu machen, dass es sich um seriöse Inhalte handelt. Jugendsprache zu verwenden könne leicht anbiedernd wirken und damit kontraproduktiv sein.

Mein Team: Allan, Cornelia (beide HHLab Hamburg), Anna (Redaktion Flensburg), Ben (NDR) © Bild: bigbasspic.de

Zwei Menschen, zwei Meinungen: Aber was wollen eigentlich die Nutzer? Um das herauszufinden fragten wir die anderen Teilnehmer vor Ort und griffen zum Telefonhörer. Letztendlich dauerte es den ganzen Tag Experten und Nutzer zu befragen und das Thema einzugrenzen. Gegen 18 Uhr hatten wir dann einen Plan. Bis Mitternacht tüftelten wir an der Präsentation.

Ein Coach gab uns am nächsten Tag wertvolle Tipps. Für die Präsentation unserer Idee hatten wir nämlich GENAU 3 Minuten. Am Ende wurde es richtig stressig, unsere Präsentation renderte noch, während die erste Gruppe schon ihr Ergebnis vorgeführt hat. Aufregend!

Mit viel Adrenalin im Blut warteten wir dann am Ende der Präsentation auf die Preisverleihung. Wenn man so intensiv an einem Thema gearbeitet hat, möchte man auch gern gewinnen. Leider hat das nicht geklappt. Aber unsere HHLab-Kollegin Marlene Borchardt war in einem Gewinner-Team: Das Projekt „Weltretter App“ hat den Preis für „Best Overall“ gewonnen.

Während der Veranstaltung habe ich viel darüber gelernt wie ein Hackathon funktioniert. Es war spannend und herausfordernd gleichzeitig mit Menschen, die ich vorher nicht kannte, so intensiv an einem Projekt zu arbeiten.

Alle Teilnehmer des Hackathons beim Abschlussfoto in unseren Büroräumen im Ottensen Open. © Bild: bigbasspic.de

© Titelbild: bigbasspic.de

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