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77 Dinge, die wir in einem Jahr über Innovation gelernt haben

Innovation, das ist ein großes Wort. Eigentlich heißt es nur “Neuerung”. Wir aus dem HHLab sind auch noch recht frisch, seit knapp einem Jahr arbeiten wir nun in Hamburg gemeinsam an Ideen, Lösungen und Produkten. Wir, das ist ein bunt gemischtes Team aus den verschiedensten Bereichen (hier mehr zu uns). Zum Jahresende blicken wir auf die letzten zwölf Monate zurück und wollen hier mit euch teilen, was wir bisher über Innovation gelernt haben.

  1. Innovation kann auch die kleinste Veränderung sein. Innovation, das klingt immer so groß. Man denkt an Facebook, Google, Amazon. Innovation kann aber auch sein, wenn eine Redaktion plötzlich Geschichten über Instagram erzählt, wenn sie es vorher nicht getan hat. (Marlene)
  1. Großes groß denken – aber fange erstmal im Kleinen an. Dann kommst du wesentlich weiter und schneller voran. (Daniela)
  1. Manchmal hilft es einfach anzufangen. (Soenke)
  1. Ein jeder kann gute Ideen haben, doch nicht jeder kann sie gut umsetzen. (Isger)
  1. Da draußen schwirren massenhaft Leute, bei denen wir keine Ahnung haben, wie sie eigentlich ticken. (Joachim)
  1. Es lohnt sich mit Menschen zu reden. Mit allen. (Philipp)
  1. Wir Journalisten haben gelernt, Fragen zu stellen – im Zweifel hart und mit einer klaren Vorstellung davon, was wir herausfinden wollen. Wenn wir Menschen, ihre Motivationen und Bedürfnisse erkennen wollen, müssen wir genauso neugierig, aber doch ganz anders fragen: empathischer, achtsamer und unvoreingenommen. (Barbara)
  1. Es geht nicht darum, was Du willst. Es geht darum, was Dein Nutzer will. (Philipp)
  1. Gute Ideen benötigen ein Ohr an der Straße, statt einen Kopf in den Wolken. (Isger)
  1. Veränderungen sind die beste Umgebung für Innovation. Veränderung können Angst machen. Aber sie sind der perfekte Nährboden für Ideen. Weil sie eine Umgebung schaffen, die wackelig ist und in der Platz für Neues ist. (Marlene)
  1. Wer heute in Technologie macht, der schafft zugleich Kultur. (Isger)
  1. Externe Inspiration holen. In persönlichen Gesprächen und kleinen Arbeitsgruppen wie Meetups wird man oft viel wertvollere Erkenntnisse und individuellere Antworten bekommen, als auf Konferenzen oder ähnlich großen Formaten. (Allan)
  1. Tausch dich aus. Frag nach, sprich mit Experten über deine Idee. Frage nach ihren Ansätzen, besuch sie. Schaff dir ein Netzwerk. Und gib dein Wissen auch weiter. Es kann etwas schönes entstehen. Vielleicht sogar gemeinsam. (Marlene)
  1. Aber hinterfrage auch die Experten. Das erspart einem Irrwege. (Miriam)
  1. Niemand versteht deine Idee? Vielleicht ist sie nicht gut. (Marlene)
  1. Es ist gut wenn deine Kollegen anders ticken als du. Auch wenn es nervt. (Marlene)
  1. Du kannst nämlich von Ihnen lernen, besonders wenn sie einen anderen beruflichen Hintergrund haben. (Miriam)
  1. Diversität rulez! Sowohl die beteiligten Kollegen, vorhandenes und neu gewonnenes Wissen, Inspirationsquellen, und Methoden sollten so unterschiedlich wie möglich sein. Im Team werden die Tellerränder der einzelnen Teilnehmer überwunden. Je weiter die einzelnen Teller auseinander sind, um so größer ist die gemeinsame Arbeitsfläche. (Allan)
  1. Selbst wenn Du glaubst, Du hättest eine radikale Idee: Sie ist nicht radikal genug. (Philipp)
  1. Kill your Darlings. And your idols. (Philipp)
  1. Du brauchst eine Visitenkarte. Sonst nimmt Dich niemand ernst. Auch im Jahr 2018 ist das noch so. (Philipp)
  1. Wichtigste Werkzeuge, um an Innovationen zu arbeiten: Ein Block und ein Bleistift. (Philipp)
  1. Aber auch Methoden helfen. Allerdings ist das Angebot an Innovationsmethoden wahnsinnig unübersichtlich. Man muss lernen die Methoden richtig einzuschätzen. (Allan)
  1. Denn man kann viel Zeit damit verschwenden, Methoden falsch anzuwenden. Dies ist nicht nur unbefriedigend, sondern kann auch dazu führen, dass man eine wertvolle Methode für sich verbrennt und später gar nicht mehr  gewinnbringend nutzt. (Allan)
  1. Man braucht Zeit, sich an eine komplett andere Arbeitsweise zu gewöhnen. (Miriam)
  1. Nimm die Herausforderung an, wie groß sie auch sein mag. Du wirst an ihr wachsen. (Miriam)
  1. Beschäftige dich Themen, die auf den ersten Blick nichts mit deinem Aufgabenfeld zu tun haben. Du wirst immer mit interessanten Ansätzen und Ideen herausgehen. (Miriam)
  1. Build. Measure. Learn (Eric Ries). Oder auch: Einfach mal machen. Man kann ewig reden. Und seine Idee so auch zerreden. Am besten schaut man aber direkt, ob die Idee am Markt auch funktionieren kann. (Marlene)
  1. Der wichtigste Teil einen MVP ist das M: Es steht für MINIMAL viable product! Oft wollen wir zu viel, nur weil es theoretisch funktioniert und so schön glitzert. (Barbara)
  1. Zu viele Features verwässern das Produkt. (Marc)
  1. Projekte brauchen manchmal viel mehr Zeit, als man zuerst geplant hat. (Miriam)
  1. Entwickle deine eigenen KPIs. Gängige Kennzahlen von der Stange sehen zwar gut aus, passen aber oft nicht für ein Forschungslab. (Miriam)
  1. Wenn Journalisten von “Qualitätsjournalismus” sprechen, hat das mit dem, was sich unsere Leser oftmals wünschen, nichts zu tun. (Joachim)
  1. Fange nicht mit einer “Idee” an. Verstehe erst, worum es geht. Und über das Geschäftsmodell reden wir dann später. (Joachim)
  1. Fast jeder hat eine Meinung. Nur wenige haben Ahnung. Die müssen wir identifizieren. Und ihnen zuhören. (Joachim)
  1. Transformation, die keinen Schmerz verursacht, ist keine Transformation. (Joachim)
  1. Disruption ist ein Buzzword. Und ein fundiertes Konzept. Lasst uns über das Konzept reden, nicht über das Buzzword. (Joachim)
  1. „Datensparsamkeit“ ist der größte Unsinn, der jemals “Made in Germany” entstanden ist. (Joachim)
  1. Daten und Algorithmen sind die Basis unseres künftigen Handelns. (Joachim)
  1. Wir sind nicht automatisch schlauer, wenn unsere KI alles weiß. (Isger)
  1. Und: Roboter haben keine Moral. (Isger)
  1. Wenn dir jemand sagt: “Das machen wir so, weil wir das schon immer so gemacht haben” – hol’ am besten den Vorschlaghammer und reiße es ein (Daniela)
  1. Und wo wir gerade bei Phrasen sind: “Wenn du ein totes Pferd reitest, steig’ ab”. Jetzt. (Daniela)
  1. Die Wahrscheinlichkeit, dass digitale Transformation gelingt, ist viel geringer, als wir gemeinhin glauben. (Joachim)
  1. Im Auswerten von Daten sind Computer viel besser als Menschen. Im Interpretieren von Daten sind Menschen viel besser als Computer. (Joachim)
  1. Je abstrakter man denkt, desto mehr braucht man Dinge zum Anfassen. (Joachim)
  1. Man braucht eine gute Dokumentation! (Allan)
  1. Mach dir Notizen! Immer. (Marlene)
  1. Die Arbeit mit Zetteln und Post-Its schafft mehr Raum für Kreativität, aber die Dokumentation ist schwieriger. Digitale Formate lassen sich leichter dokumentieren, aber sind in der Zusammenarbeit weniger kreativ. (Allan)
  1. Design Thinking ist mehr als eine Methode – nämlich eine Haltung. Probleme wertschätzen, offen und neugierig auf die Menschen sein, aus Informationen Sinn herausfiltern, aufs Team vertrauen, verrückt und verletzlich sein, spielen und immer wieder von vorn (oder irgendeinem anderen) Punkt anfangen, bis es funktioniert. Diese Haltung hilft nicht nur in Workshops, sondern im Leben. (Barbara)
  1. Canvas-Methoden sind hilfreich. Schön, dass es davon so viele gibt. Sie helfen sehr dabei, Fragestellungen aufzudecken und von verschiedenen Seiten zu durchleuchten. (Allan)
  1. Neben Prozessen und Tools gehört Schokolade zu jedem kreativen Innovationsprozess. Da die Präferenzen zur optimalen Sorte differieren, empfiehlt es sich, diverse vorrätig zu haben. (Allan)
  1. Journalisten im Team sind gut. Zu viele Journalisten im Team sind schlecht. (Joachim)
  1. “Verlässlichkeit” und “Bedienbarkeit” sind aus Lesersicht viel wichtiger als “Qualität”. (Joachim)
  1. Innovationen brauchen ein Umfeld, eine umfassende Vorstellung davon in welchem Zusammenhang und in was für einer Welt sie eines Tages zum Einsatz kommen könnten. Jede Idee ist nur ein Teil eines großen Ganzen, einer Utopie. (Soenke)
  1. Sprints und Deadlines helfen nicht zwingend dabei Ziele zu erreichen. Aber sie helfen dabei ein gutes Gefühl zu erlangen und dadurch die Produktivität zu steigern. (Soenke)
  1. Kreativität lebt durch Ablenkung. Das merkt man dann besonders, wenn sie fehlt. (Soenke)
  1. Phasen, in denen man kein Gefühl dafür hat, ob oder in welche Richtung sich eine Idee entwickelt, können verdammt anstrengend sein. (Soenke)
  1. Aber es ist ein gutes Zeichen, wenn man im Prozess stecken bleibt. Und völlig normal. Denn das zeigt, dass man sich abseits der üblichen Wege bewegt. (Barbara)
  1. Wenn Du nicht mehr weiter weißt, bilde einen … Prototypen! Aus Papier, Knete, Lego, irgendwas. Prototyping ist Denken mit den Händen. Vieles wird erst dabei klar. (Barbara)
  1. Die Neugierde der Menschen da draußen auf uns ist noch immer groß. Wenn es uns gelingt diese Neugierde auf uns zu erhalten, dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass wir uns mit unserer Art innovativ zu denken auf dem richtigen Weg befinden. (Soenke)
  1. Die Frage warum etwas in fünf Jahren nicht mehr existieren könnte ist eine gute Inspirationsquelle. (Marc)
  1. “Unterstützen, Unterhalten oder Untergehen!” Der Leitsatz von Jung von Matt stimmt einfach. (Marc)
  1. Man muss sich nicht am Markt orientieren, sondern an sich selbst. Das bedeutet: Wo stehe ich eigentlich? Wenn ich selbst immer nur Yoga gemacht habe, dann kann es auch innovativ sein mal zum Kickboxen zu gehen. (Marlene)
  1. Eine Besprechung sollte nie aus mehr Personen bestehen als von einer Familienpizza satt werden. (Marc)
  1. Manchmal muss man sich auch (vermeintlich) lächerlich machen. Die Angst vor Gesichtsverlust ist die größte Falle auf dem Weg zur Innovation. (Barbara)
  1. Einfach mal rumspinnen. Sagen, woran man gerade denkt. Eine lila Katze, die einem morgens eine heiße Schokolade bringt und dabei bellt? Rumspinnen macht Spaß und den Kopf frei. Und führt vielleicht sogar zu einer guten Idee. (Marlene)
  1. Post-its sind der Stoff, aus dem die Zukunft gemacht ist. Sie geben Fokus und Klarheit, man kann sie umsortieren, in Beziehung setzen und wegschmeißen. Du kannst nie zu viele haben. (Barbara)
  1. Aber Obacht: Ein paar Haftnotizen an der Wand machen noch kein agiles Arbeiten. (Isger)
  1. Ich bin Journalistin. Journalisten lieben die Debatte, und manchmal finden sie kein Ende. Time-Boxing schützt vorm Schwafeln und stärkt Kreativität. (Barbara)
  1. Harmonie fühlt sich gut an. Reibung ist anstrengender, führt aber zu besseren Ergebnissen. (Barbara)
  1. Wer dauernd schreit, der findet nur noch taube Ohren. (Isger)
  1. Digital Detox ist eines der wenigen Buzzwords, das dagegen hilft. (Isger)
  1. Fremde Länder, fremde Sitten – und Smartphones und Software. (Isger)
  1. Es gibt immer viel mehr Menschen, die sich mit der Zukunft befassen als Du denkst. (Philipp)
  1. Listen von x Dingen, die man gemacht hat oder tun sollte, sind blöd. (Allan)
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